Aderlass

Aderlass

Der Aderlass wurde in der Vergangenheit leider missbraucht und übertrieben obwohl er, wohl dosiert, ein großartiges Werkzeug ist. Er hilft gerade dort, wo man heute meint, schwere Medikamente einsetzen zu müssen.
Dem Patienten werden bis zu 500 ml Blut entnommen (nicht mehr als bei einer Blutspende). Dadurch wird die körpereigene Cortisonproduktion angeregt und Entzündungen gehemmt. Da auch feste Bestandteile des Blutes entnommen werden und der Körper diese durch Flüssigkeit ausgleicht, wird das Blut dünnflüssiger und fließt besser. Die Bildung neuer und „frischer“ Blutkörperchen wird angeregt.
Bevorzugt angewendet wird der Aderlass bei Bluthochdruck, Angina Pectoris Beschwerden, herz Kreislauf Erkrankungen und zur Vorbeugung von Schlaganfall und Herzinfarkt.
Vor und nach einer Aderlassbehandlung sollte immer ausreichend Wasser getrunken werden.
Es gibt kaum ein Krankheitsbild, das nicht lokale Stauungen, Verschlackungen und Mehrdurchblutungen als beherrschende oder wenigstens als begleitende Züge aufweist. Somit gibt es auch kaum ein Erkrankungsbild, bei dem nicht die lokale oder allgemeine Blutentziehung allein oder als kräftige Unterstützung im Heilplan wegen ihrer entlastenden, zerteilenden und ableitenden Wirkung anzuraten wäre. Gerade auch bei akuten und chronischen Entzündungen greift der Aderlaß “herabschraubend”, ausgleichend, entzündungshemmend ein. Die durch die Blutentziehung veranlaßte Reinigung der Säfte und ihre Erneuerung wirkt sich natürlich bei der Bekämpfung der Entzündungsvorgänge vorteilhaft aus.
In schnellerer Strömung werden Toxine, Abbauprodukte, Verbrennungsschlacken und Ermüdungsgifte, unter deren Last die Funktionen des Körpers zu erlöschen drohen und die sich wie trüber Schlamm im Plasma abgesetzt haben, herausgeschwemmt und den natürlichen Ausscheidungswegen zugetragen.
Aus all diesem erklärt sich das breit gespannte Anwendungsfeld des Aderlasses von akuten und chronischen Krankheiten:
Hypertonie, Menstruationsstörungen, jede Form von Schmerzzuständen und Stoffwechselstörungen, Hautausschläge, Organentzündungen, psychische Veränderungen, Wechseljahresbeschwerden von Mann und Frau, Schilddrüsenerkrankungen, Fettsucht, Vollblütigkeit, Rheumatismus, Arthritiden, Herzleiden, Gallen- und Nierenbeckensteinbildungen, Alterskreislaufstörungen, Apoplexie und anderes mehr stellen eine mögliche und vielversprechende Anwendungsmöglichkeit für einen einmaligen oder wiederholten Aderlass dar.

Nach dem Aderlaß ist körperliche Schonung und Ruhe zu empfehlen. Am Folgetage bemerkt der Patient oft ein euphorisches und gehobenes Stimmungsgefühl, welches mit der positiven Umstimmungsreaktion im Körper einhergeht. Bei Bedarf kann der Aderlaß in wöchentlichen Intervallen bis zu drei- oder viermal wiederholt werden. Über dem 50. Lebensjahr ist ein Aderlaß einmal im Frühjahr und einmal im Herbst nur von Vorteil und dient der Gesunderhaltung von Körper, Seele und Geist.
Idealerweise wird der rote Aderlaß kombiniert mit einer Eigenbluteinspritzung. Das heißt, daß ein Tropfen von dem abgenommenen Blut vermischt wird mit einem homöopathischen Komplexmittel (z. B. Lymphomyosot, Zeel etc.) und zur Verbesserung der Stoffwechseleigenschaften in den Gesäßmuskel des Patienten wieder eingespritzt wird.

Ausleitung über Niere und Darm

Bei dieser Ausleitung werden spezielle Tees oder salze verabreicht die die Tätigkeit des gesamten Verdauungstraktes anregen und eine schmerzlose Darmentleerung erzeugen.
Bei der Anregung der Nierenfunktion werden wasserlösliche Stoffe aus dem Körper geschwemmt was z. B. bei Gicht, Ödemen und Rheuma oft eine Umstimmung bewirkt.