Phytotherapie

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) findet sich in allen Kulturen der Erde als eine der Grundmethoden der jeweiligen Medizinsysteme. Sie basiert auf traditioneller Medizin und Erfahrungswerten.
Die Wirkung der Heilpflanzen beruht auf ihrer meist sehr komplexen Zusammensetzung aus ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Gerbstoffen, Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen.

Anders als in der Schulmedizin wo ein Hauptinhaltstoff einer Pflanze isoliert wird kommt in der Phytotherapie immer die ganze Pflanze oder Pflanzenteile zum Einsatz. Oft ist die Menge der einzelnen Inhaltstoffe so gering, dass die Wissenschaft die Wirkung der einzelnen Stoffe bestreitet, aber durch das Zusammenwirken  als biologisches Ganzes sind fantastische Erfolge nebenwirkungsfrei möglich. Drei Wochen Weidenrindentee verursachen keine Magenbeschwerden, was bei drei Wochen Aspirineinnahne (mit dem gleiche Wirkstoff) sehr wahrscheinlich ist. Der Mensch ist halt (zum Glück) noch nicht in der Lage es besser zu machen als die Natur.

Pflanzen werden meist als Tee oder Tinktur verabreicht, kommen aber auch als Kapseln, Salben, Bäder, Öle u. ä. zur Anwendung.
In der individuellen Phytotherapie wird immer der ganze Mensch behandelt und nicht nur ein Symptom. Es werden meistens keine Standartpräparate verwendet sondern jeder Patient bekommt seine ganz eigene Teemischung, deren Grundlage unter anderem auch die Augendiagnose ist.  So werden z.B. fünf Patienten mit Asthma auch fünf unterschiedliche Tees erhalten.
In der richtigen Anwendung und Zusammensetzung ist das Heilen mit Pflanzen eine hochwirksame, ökologische und soziale Therapie.

Die meisten Teemischungen müssen mehrere Monate getrunken werden und werden bei jedem Termin der neuen gesundheitlichen Situation angepasst.